Weniger ist mehr – mein Alltag mit kleinen Freiräumen

Ist weniger mehr??? Manchmal habe ich das Gefühl, unsere Zeit schreit ständig nach mehr: mehr Verpflichtungen, mehr Konsum, mehr Eindrücke, mehr Geschenke.
Aber ehrlich gesagt habe ich in den letzten Jahren immer wieder festgestellt, dass „mehr“ mich nicht unbedingt glücklicher macht – ganz im Gegenteil.
Oft sind es gerade die wenigen Dinge, die wesentlichen, die mein Leben einfacher und schöner machen.

Für manche Ü30-Bloggerinnen heißt es „manchmal ist weniger mehr“ und deshalb haben wir dieses Thema für unsere Blogparade in diesem Monat gewählt. Da dieses Thema mehrere Aspekte meines Lebens umfasst, habe ich versucht, jeden einzelnen ein wenig zusammenzufassen.

Weniger Kram – mehr Überblick

Ich erinnere mich noch gut an einen Tag, an dem ich beschloss, ein Bücherregal im Keller auszuräumen. Bücher, die ich nie wieder lesen würde, kleine Dekoartikel, die nur Staub ansetzten – alles kam weg. Zurück blieb keine Leere, sondern Klarheit. Plötzlich konnte ich die Dinge wieder sehen und genießen, die mir wirklich wichtig waren.

Bild: Unsplash

Weniger Termine – mehr Zeit

Mit meinem Terminkalender geht es mir genauso. Früher habe ich versucht, alles unter einen Hut zu bringen – jede Einladung, jeden Termin, jedes kleine Projekt, jedes Hobby. Heute sage ich bewusst Nein. Und das fühlt sich nicht wie ein Verlust an, sondern wie ein Gewinn. Denn weniger Verpflichtungen schaffen Raum für Spontaneität – oder für einen gemütlichen Nachmittag ohne schlechtes Gewissen. Oder auch für die Routine, die ich mir – wie mein Mann immer empfiehlt – endlich aneignen sollte.

Bild: Unsplash

Weniger Ablenkung – mehr Ruhe

Minimalismus tut mir auch digital gut. Ich merkte irgendwann, dass ich ständig an meinem Handy klebte. Also beschloss ich, mir handyfreie Stunden einzurichten. Anfangs ungewohnt, aber die Ruhe, die dadurch entsteht, ist unbezahlbar. Besonders im Brasilien-Urlaub habe ich das gespürt: Mein Handy nutzte ich fast nur zum Fotografieren. Die Zeit mit Freunden und Familie war kostbar und viel zu kurz, um sie mit endlosem Scrollen in den Nachrichten zu verschwenden. <3

„Weniger ist mehr“ als Haltung

Für mich bedeutet Minimalismus nicht, streng nach Regeln zu leben oder auf alles zu verzichten. Es bedeutet, bewusst zu entscheiden, was bleiben darf – und was nicht. Weniger Dinge, weniger Ablenkung, weniger Druck – dafür mehr Klarheit, mehr Dankbarkeit, mehr Freude, mehr Liebe.

„Weniger ist mehr“ in der Mode

Der Spruch „Weniger ist mehr“ ist besonders unter Fans minimalistischer Mode beliebt. Dieser Ansatz ist mehr als nur ein Trend – er ist ein Lebensstil. Minimalismus in der Mode bedeutet, schlichte, zeitlose, bequeme und langlebige Kleidung zu wählen und jedes Stück optimal zu nutzen. Im Gegensatz zur Fast Fashion fördert die Slow Fashion-Bewegung bewussten Konsum und legt Wert auf Qualität und Vielseitigkeit.
Ich bin kein Minimalist, wie es die Norm vorschreibt, aber ich bin zunehmend auf dem richtigen Weg …… 😉

Bild:Unsplash

Drei kleine Ideen für den Alltag

Vielleicht habt ihr Lust, es selbst auszuprobieren. Hier drei kleine Impulse, die sofort funktionieren:

  • Täglich eine Kleinigkeit loslassen – sei es ein Gegenstand, ein Gedanke oder eine Verpflichtung.
  • Eine Stunde handyfreie Zeit – und stattdessen eine Freundin besuchen, spazieren gehen oder einfach träumen und einen Cappuccino auf der Terrasse genießen.
  • „Nein“ sagen üben – und merken, dass dadurch neue Freiheit entsteht.

Am Ende stelle ich immer wieder fest: Weniger ist nicht weniger – oft ist es mehr. Mehr Platz, mehr Ruhe, mehr Glück.
Und ihr? Habt ihr schon einmal Minimalismus in deinem Alltag erlebt? Ich freue mich über eure Meinung in den Kommentaren.

Und wenn ihr, wie ich, neugierig seid, was meine Blogger-Freundinnen zu diesem interessanten und aktuellen Thema denken, findet ihr auf ü30Blogger viele tolle Beiträge. Schaut mal rein – es lohnt sich!

Gruß und Kuss

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2 Kommentare

  1. In der Mode und vor allem im Bereich Makeup finde ich das Motto „weniger ist mehr“ absolut empfehlenswert und ich wünschte, mehr Menschen würden sich das zu Herzen nehmen (auch beim Auftragen von Parfüm 😉). Zugekleisterte Gesichter finde ich ganz furchtbar und wenn alle demselben Trend folgen, sehen halt auch alle gleich aus. Mode und Makeup sollten unterstreichen und nicht übermalen.
    Liebe Grüße!

  2. Ein sehr schöner Beitrag zum Thema. Du hast recht damit, bei vielem ist weniger tatsächlich mehr und es steigert die Lebensqualität.
    Beim Wohnen halte ich es ebenfalls so. Zu viele Dinge erschweren es Ordnung zu halten. Vor allem ist es für mich wichtig, nicht ständig am Handy erreichbar zu sein. Ich lasse es oft bewußt auf stumm. Nein zu sagen müßte ich manchmal noch üben. 🙂

    Ich wundere mich manchmal über Menschen, die gerne andere kritisieren, nur weil sie nicht ihrem Bild entsprechen. Für sie hab ich einen kleinen Tipp: Weniger ist auch da mehr. “

    Schönen Freitag und viele liebe Grüße <3

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