Aus dem Leben – aus der Küche: Der erste Gang

Willkommen zur ersten Folge von „Aus dem Leben – Aus der Küche“Kleine Geschichten rund ums Essen!  
Meine Inspiration kam von meiner anderen Serie „Aus dem Leben – Aus dem Kleiderschrank“, allerdings mit einem kleinen Umweg. Denn neben Stoffen, Farben und Lieblingsstücken gibt es noch einen anderen Ort, an dem Geschichten entstehen. Einen Ort, an dem man ankommt, teilt, zuhört und genießt.
Die Küche. Oder besser gesagt: der Tisch.

Bild: KI

Nicht nur um Rezepte im klassischen Sinn, sondern auch um Momente:
Ankommen, Vorspeisen teilen, Gespräche führen, Erinnerungen sammeln.
In meiner anderen Serie – „Alles rund um den Tisch“ – werde ich weiterhin Tipps zu Tischdecken, Tischdekoration, Etiketteregeln, DIY-Projekten usw. geben.

Der erste Gang

Für mich beginnt ein schönes Abendessen nämlich nicht mit dem Hauptgang. Es beginnt viel früher. Mit dem Ankommen, dem ersten Glas, dem ersten Blick auf den Tisch. Und ganz oft mit einer Vorspeise, die sagt: Schön, dass du da bist! 🥰

Genau dieses Gefühl durften wir bei unserem letzten Pärchen-Treffen bei Beate und Anton erleben. Kaum zur Tür hinein, standen wir schon vor einem minimalistisch und elegant gedeckten Tisch – und darauf wartete bereits der erste Gang des Abends. Stilvoll, einladend. So ein Tisch, der nicht beeindrucken will, sondern willkommen heißt. 💛

Ich finde ja, Vorspeisen werden oft unterschätzt. Dabei sind sie für mich ein ganz wichtiger Teil des Abends. Sie machen Appetit, ja – aber vor allem schaffen sie Raum. Raum für Gespräche, für dieses langsame Hineingleiten in den Abend. Man isst noch nicht „richtig“, aber man ist auch nicht mehr nur Gast. Man ist mittendrin.
Ein bisschen wie Accessoires beim Outfit: Vielleicht nicht zwingend nötig – aber wenn sie fehlen, merkt man es sofort.

Pastete

An diesem Abend gab es verschiedene Pasteten. Selbstgemacht, unkompliziert, genau richtig für so ein Zusammensitzen. Besonders begeistert hat mich die Avocadopastete. Dieses satte Grün, frisch und lebendig, dass sofort ins Auge fällt. Cremig, mild, einfach rund. Aber auch die Thunfischpastete war köstlich, ebenso wie die Kombination aus Roter Bete und Mozzarella. Jeder hatte seinen Favoriten – und genau das liebe ich: teilen, probieren, vergleichen, ohne Eile …und sogar noch eine Extra-Portion bekommen, da ein Mann kein Fan von Thunfisch ist. 😉

Was ist eigentlich eine Pastete?

Pasteten – oder vielleicht besser gesagt: Aufstriche – bestehen aus fein pürierten Zutaten wie Fleisch, Fisch, Gemüse oder Hülsenfrüchten. Oft kommen Butter, Frischkäse, Sahne oder Mayonnaise dazu. Das Ergebnis ist eine cremige Masse, perfekt zum Streichen auf Brot, Toast oder Crackern. Meine Freundin ging sogar noch einen Schritt weiter und servierte uns die Pasteten auf einem essbaren Waffellöffel. Wie cool ist das denn?

Geschichte der Pastete

Der Begriff Pastete leitet sich vom französischen pâté ab, was ursprünglich „Paste“ bedeutet. Schon im Mittelalter wurden Zutaten fein gehackt, gewürzt und haltbar gemacht. In Frankreich entwickelte sich daraus später eine echte Delikatesse, die auf festlichen Tafeln nicht fehlen durfte.
Heute ist der Begriff bei uns viel weiter gefasst – vom Klassiker bis zur modernen, vegetarischen Variante. Und genau das macht Pasteten für mich so sympathisch: Sie passen sich an. Dem Anlass. Den Menschen. Der Stimmung.
Es gibt rustikale Versionen, feine, elegante, ganz schlichte – und alle haben ihre Berechtigung. Wie im Kleiderschrank eben auch. 😉

Kleine Leckereien mit großem Geschmack

Avocadopastete: Die Avocados halbieren, Kern entfernen und das Fruchtfleisch aus den Schalen lösen. Mit der Zwiebel und dem Saft einer Limone pürieren. Mit Cayennepfeffer, Salz und einigen Spritzern Tabasco zu einer homogenen Paste mischen.

Thunfischpastete: Den Thunfisch aus der Dose in ein Sieb geben, abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken. Den Thunfisch, Mayonnaise, Frühlingszwiebeln und Tomatenstücke in einer Schüssel vermengen und mit Salz, Pfeffer und dem Basilikum würzen. Nach Belieben feine Zwiebelwürfel, Gurke, Kapern, Kräuter oder Senf unterheben.

Zum Schluss – ganz persönlich

Diese Vorspeise bei Beate und Anton war mehr als nur ein erster Gang. Sie war ein Einstieg in den Abend. Ein Genuß! Ein Jetzt sind wir hier! 🥰
Und genau solche Momente möchte ich in dieser neuen Serie festhalten.

Aus dem Leben – aus der Küche“ soll von genau diesen kleinen Augenblicken erzählen: vom Ankommen, vom Teilen, vom Zusammensitzen. Nicht von perfekten Rezepten, sondern von echten Situationen. Von Essen als Gefühl. 🥰

So wie ein Lieblingsstück im Kleiderschrank nicht laut sein muss, um wichtig zu sein, müssen es Vorspeisen auch nicht. Sie wirken leise – aber nachhaltig. 😉
Und manchmal sind sie genau das, was einen Abend besonders macht
, nicht wahr?

Gruß & Kuss

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