Wertschätzung? Die Gesellschaft sagt NEIN!

Heute möchte ich mich einmal, abseits von „ Fashion, Nails, Reisen und Beauty“, dem Thema „Menschlichkeit im Alltag“ widmen.

Ich vermisse in der Kultur, in der unsere Gesellschaft heutzutage lebt, dass dem Menschen Wertschätzung entgegengebracht wird.
Wobei ich Wertschätzung nicht mit unbedeutendem Lob gleichsetzen möchte, sondern mit Anerkennung, Respekt, Freundlichkeit, Zuwendung mit Zuhören und natürlich auch einem gezielt persönlichen Lob.

Wertschätzung bedarf auch keine großen Geschenke, oft reicht ein Lächeln, ein Dankeschön oder ein aufmerksames interessiertes Zuhören.
Wertschätzung einem Menschen entgegen zu bringen ist leicht, man kann sie mit wenigen Worten und ohne Geld ausdrücken – aber man muss es tun und nicht nur manchmal denken.
Wertschätzung steigert das Selbstbewusstsein, gibt Motivation und Wohlbefinden und stärkt natürlich je Beziehung zueinander.

Leider lebt die Gesellschaft augenblicklich gefühlskalt und ihre einzige Wertschätzung heisst: Kritisieren. Zunehmend schauen die Leute voller Neid auf das was andere haben oder gleichzeitig, finden die Leistungen der „kleinen Leute“ keine Beachtung.

Nehmen wir mal das Beispiel einer Toilettenfrau, wer ist ihr nicht schon begegnet, und bringen wir ihr Respekt, ein freundliches Wort und Anerkennung entgegen?
Im Allgemeinen Nein! Dabei sollten wir ihr dankbar sein, sorgt sie nicht dafür, dass wir nicht noch die Reste des Vorgängers in der Toilette finden und uns den Besuch der Toilette angenehmer macht und auf dem Trinkgeldteller finden wir einzelne Cent, die unsere geringe Wertschätzung dokumentiert.
Was kostet es ihr mit einem Lächeln zu sagen „schön, dass Sie da sind?“ Genau das wäre die Wertschätzung die sie verdient!

Stattdessen, und das ist traurig, gibt man ihrem Job eine andere Bezeichnung, so bekommt die „Klofrau“ (was negativ empfunden wird) den Jobtitel „Service-Managerin“.
Keiner weiß was eine Service-Managerin macht, aber WOW sie ist Managerin – wäre da nicht Wertschätzung die bessere Lösung?
Andere Namen oder Titel sind zwar auch nur Worte, aber die falschen.

Nehmen wir uns Blogger, uns motiviert doch auch ein Kommentar, ein freundliches Wort zu lesen und diese Aufmerksamkeit kostet maximal Zeit, aber die Reaktion und Anerkennung eines Blogpost empfinde ich als Wertschätzung und erzeugt Glücksgefühle.

Also Leute, auch Ihr Leser dieses Posts, lasst uns eine „Donnerstags-Demo“ machen und Alltag verbessern. 🙂
Jeden Donnerstag fordern wir unsere Gesellschaft auf, menschlicher zu werden und anderen Wertschätzung entgegen zu bringen.

Ich würde mich riesig freuen, wenn nach einigen Donnerstags-Demos ich meinen Post-Titel ändern müsste in……

Wertschätzung?
Die Gesellschaft sagt JA!

Gruß und Kuss

12 Kommentare

  1. Mit dieser Art Wertschätzung für kleine Anlässr im Alltag bin ich, so denke ich, ganz gut unterwegs. Was mir schwerer fällt, ist Menschen Wertschätzung gegenüber zu empfinden, die sie meiner Ansicht nach nicht verdienen (wobei man da natürlich sehr geteilter Ansicht sein kann). Also flappsig formuliert: Zu Deppen im Alltag freundlich zu sein. Daran arbeite ich täglich …

  2. Mir macht vor allem diese Gleichgültigkeit einiger Menschen Angst. Es fängt ja schon damit an, sich im Kollegenkreis auf dem Flur zu grüßen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Höflichkeit nicht mehr so vermittelt wird wie früher. Da wird lieber aufs Handy geschaut.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Liebe Claudia, ich denke das kann man nicht verallgemeinern. Ich kenne viele Menschen die empathisch, höflich sind und andere wertschätzen. Natürlich gibt es genausoviele die frech und egoistisch sind, nur sich selbst sehen. Aber das ist vielleicht die Folge von Liebe Dich selbst, Du bist Dir selbst der Nächste, Achte auf DICH etc. Weisst was ich meine? Ich finde man kann auf sich und andere achten, so schwer ist das gar nicht.
    Für mich ist es ganz normal, wenn ich an der Toilettenfrau vorbeigehe, dass ich Hallo sage, auf Wiedersehen und etwas angemessenes dalasse. ICh mache auch anderen Berufszweigen das Leben nicht schwer.
    Aber ich habe tatsächlich oft das Gefühl dass die Menschen einfach fordernder werden, ICH WILL JETZT SOFORT ist bei uns in der Praxis an der Tagesordnung. Unverständnis wenn das nicht einfach so geht. Das beobachte ich bei der nachfolgenden Generation, die haben das oft nicht mehr gelernt von ihren Eltern. Leider.
    Wir alle sollten viel mehr wertschätzen was wir haben, höflicher sein und anderen etwas Gutes tun/den Vortritt lassen/Geduldiger sein usw. täglich.
    Ein guter Post Claudia 🙂
    Liebe Grüße und Dir einen schönen Donnerstag, herzlich Tina

  4. Oh, liebe Claudia, ohne Wertschätzung geht gar nichts, da bin ich ganz bei Dir! Ich denke, man kann die Welt nur im Kleinen verändern, und daher versuche ich, Lob und Dank zu verteilen, wo es nur geht. Denn was kann ich mir von anderen wünschen, wenn ich das selber nicht hinkriege? Dass Du wunderbar wertschätzend bist, davon bin ich absolut überzeugt <3 Danke, dass es Dich gibt.
    Liebe Grüße, Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

  5. Die Idee ist toll, den Gedanken bei sich zu haben und es selbst umzusetzen schon eine prima Sache . Respekt und Dankbarkeit sind leider auch ganz oft etwas was ich bei anderen sehr vermisse 😉
    LG und Dir einen schönen Donnerstag

  6. Wertschätzung, Achtung, Respekt, Freundlichkeit sind ganz wichtige grundlegende Dinge, ohne die eine Gesellschaft gar nicht funktioniert. Ich bin mir nicht sicher, ob es weniger geworden ist, manchmal hab ich das Gefühl… aber dann treffe ich auf (junge) Menschen, die ausgesprochen wertschätzend sind. Ich denke, im persönlichen Kontakt ist Wertschätzung vorhanden, schlimm wird’s meiner Meinung nach, wenn es anonym wird: also Internet-Plattformen, wo die Leute sich unflätig beschimpfen oder im Straßenverkehr…
    Umso wichtiger, dass Du darauf aufmerksam machst!
    Liebe Grüße, Maren

  7. Ein bisschen Freundlichkeit kann den Alltag verschönern. Ich lächele oft, wenn ich Leute über den Zebrastreifen lasse. Manchmal Lächeln die Leute zurück. Kleine Geste, große Wirkung. Auch sonst versuche ich oft, Menschen wertschätzend gegenüber zu treten und aufmerksam zu sein: Pünktlich beim Meeting, einen Kaffee in die Besprechung mitbringen. Ich arbeite im Personalbereich und solche Gesten haben eine so positive Wirkung.
    Die Reinigungskraft ist ein gutes Beispiel, und ich schätze das auch Wert. allerdings nicht, wenn ich nur das Gefühl habe, sie bzw. er ist pro-forma da und steht nur am Tisch und macht sonst nichts. Aber meist sind das eher Ausnahmen.
    Liebe Grüße
    Andrea

  8. Bianca Anders

    Ich finde es traurig, wenn das was eigentlich selbstverständlich sein sollte, heutzutage erwünscht wird und etwas besonderes ist. Im Personalwesen sagt man immer, dass technische Kapazitäten und Ausbildung sogar gut zu finden sind, aber das menschliche, die emotionale Intelligenz, das wird immer schwieriger zu finden.
    Ich vergesse nicht wie ich vor einige Monate 4 Freundinnen in ein Kaffee beobachtet habe. Einerseits haben sie ihre langjährige Freundschaft gefeiert und andererseits klang das Gespräch mehr nach ein Wettbewerb. Mir ist es wichtig, dass ich versuche mein Teil zu tun, manchmal ist es einfacher und manchmal härter… Aber das wichtige ist, der Wille ist da. Toller Beitrag! Wünsche Dir ein klasse Wochenende!

  9. Monica Siber

    Eigentlich müssten die oben genannten Wörter eine Selbstverständlichkeit sein. Da es öfters nicht so ist, ist mein Rezept einfach soviel nicht zu erwarten.

  10. Heute ist wieder Donnerstag und ich habe glücklicherweise diesen Post entdeckt, wenn auch mit einer Woche Verspätung. Ja, Wertschätzung ist wichtig. Wertschätzung allen Menschen gegenüber – egal wo sie geboren sind und egal, wie hoch ihr Kontostand ist. Ich sehe das wie Sunny – in der Anonymität des Internet ist es mit der Wertschätzung oft schnell vorbei, während ich die im Alltag sehr, sehr oft erlebe, auch und vor allem bei jungen und alten Menschen.
    So, und jetzt gehe ich eine Runde ganz bewusst wertschätzen! Danke für deinen Anstoss.
    Liebe Grüße
    Fran

  11. Toller Beitrag insbeslndere jetzt zur Osternzeit. Ein wirklich schönes Beispiel insbesondere mit dem Beruf. Wir sollten wirklich mehr durch Berufe gucken, sie nicht direkt verurteilen, sondern dankbar sein für die Arbeit deren. Generell schadet es nicjt nach links und rechts zugucken, sich genauer mit Sachen zu befassen, statt alles so hinzunehmen.

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