Alles rund um den Tisch 1/21: Grundregeln

Herzlich willkommen zu meinem ersten Thema in der Serie „Alles rund um den Tisch“!
Heute befasst sich das Thema mit einigen Grundregeln!
Es gibt keine allgemein perfekte Tischdeko, sondern die perfekte Tischdeko für den Gastgeber. Die Dekoration sollte die Persönlichkeit des Empfängers widerspiegeln, ohne ein paar kleine bekannte Regeln zu vernachlässigen. Beides gehört zusammen.

Wo solltet das Messer liegen? Und die Serviette? Dies sind einige wiederkehrende Zweifel, die wirklich einen Unterschied machen, wenn es darum geht, Freunde und Familie zu einem besonderen Einlass willkommen zu heißen. Das gleiche passiert, wenn man eingeladen wird und Angst habt, einen Fehler zu machen. Das ist das Gleiche wie beim Dresscode für eine Einladung, oder bei der Arbeit. Man sollte sich besser daran halten, sonst wird man möglicherweise negativ auffallen.

Es mag albern erscheinen, aber die Regeln der Tischdeko sind sehr nützlich und erleichtern das Leben des Gastgebers wie den Gästen.
Im Gegensatz zu dem, was viele Leute denken, dienen die Regeln nicht dazu, die Leute einzuschüchtern. Die Regeln zeigen uns in Wirklichkeit was serviert wird, und sprechen über das Menü, man kann es auch die „Dekosprache“ nennen. Der Grund ist, alles was auf dem Tisch platziert ist,  sollte unbedingt für das Menü erforderlich sein.

Wenn wir uns also an den Tisch setzen, bekommen wir einen kleinen Eindruck davon, was serviert wird. Wir können ablesen, ob es eine Vorspeise, ob Fisch oder Fleisch und ob es eine Suppe gibt, ferner können wir auch die Getränke erahnen, die serviert werden.

Bevor man mit der Tischdekoration beginnt, muss man wissen, wie man unter anderem Geschirr, Besteck, Gläser und Servietten am Tisch platziert. Die richtige Anordnung des Bestecks und Geschirrs spielt die wichtige Rolle.

Einfacher gedeckter Tisch

  • Für jeden Gang des Menüs gibt es eigenes Besteck. Die Gabeln befinden sich immer auf der linken Seite der Teller und die Messer entsprechend auf der rechten Seite, sie werden mit der Schneide-Seite zum Teller ausgerichtet. Auch Löffel werden auf der rechten Seite angeordnet.
    Also, kurz gesagt, die erste Gabel links neben dem Teller ist für die Hauptspeise, daneben liegt die Vorspeisengabel. Rechts, seitlich des Tellers, findet man das Messer für die Hauptspeise, ihm folgen das Vorspeisenmesser und der Suppenlöffel. Oberhalb des Tellers wird das Dessertbesteck platziert.
  • Bei den Tellern beginnt man mit dem Platzteller, darauf anschließend der Teller für den Hauptgang und darauf der Vorspeisen- oder Suppenteller. Falls es einen Brotteller geben sollte, findet dieser mit dem Brotmesser links neben dem Besteck Platz.
  • Die Gläser sollten immer in der oberen rechten Ecke der Teller positioniert werden. Die Reihenfolge lautet demnach,das Wasserglas am Rand, dann das Bierglas oder Weißweinglas in der Mitte und schließlich das Rotweinglas.
  • Zusätzlich haben wir die besonders edle Stoffserviette, die auf den Teller oder auf die linke Seite des Tellers gelegt werden kann. Papierservietten kann man selbstverständlich auch benutzen, aber die Stoffserviette lässt sich mehrfach verwenden und produziert dadurch weniger Müll.
  • Eine weitere wichtige Komponente beim Eindecken ist die Tischwäsche. Um einen einfachen Tisch zu harmonisieren und zu dekorieren, sollte man eine Tischdecke- mit Platzdecken oder Sets verwenden, beispielsweise in einem neutralen Ton, der leicht zu dem Geschirr passt. Auch ein Tischläufer in der Mitte platziert, gehört zu den weiteren Möglichkeiten.
  • Die Farben und Muster von Besteck und Geschirr, Tischwäsche und  Deko-Elemente nicht übertreiben sondern hinsichtlich gut aufeinander abstimmen. Im Zweifelsfall gibt es bei der Tischdeko, wie beim Fashion ein Motto: „weniger ist mehr“.
    Natürlich könnt ihr eurer Kreativität freien Raum lassen, aber man muss aufpassen und bedenken, überladene Tische schränken die Bewegungsfreiheit ein oder können sogar beim Kommunizieren stören. Dekosprache ist eher zurückhaltend, nicht „quatschen“.;)

Im obigen Bild folgt die Anordnung von Geschirr, Besteck, Gläser und Servietten, die man bei besonderen Einlässen oder sogar im täglichen Leben anwenden kann. In einem einfachen gedeckten Tisch sind einige dieser Elemente nicht erforderlich, dies hängt jedoch vom Menü ab.

Natürlich muss man den Tisch nicht bei jedem Mittag- oder Abendessen bis ins letzte Detail richtig dekorieren, eindecken und regelkonform sein!
Es reicht schon eine Tischdecke, richtig aufgestellte Gläser und aufeinander abgestimmtes Geschirr zu nutzen, um einen stilvollen Eindruck zu verleihen! Selbst die einfachen Mahlzeiten bekommt das gewisse Etwas.

Gruß und Kuss

13 Kommentare

  1. Oh das sieht schick aus. Klare Regeln erleichtern da das Leben und man fühlt sich nicht so hilflos und eingeschüchtert… also die theoretische Anordnung kenne ich teilweise schon, aber täglich würde ich das nicht machen und selbst im privaten Bereich habe ich selten so viele Gänge.

    Lieben Gruß Jacky

    • claudialasetzki

      Das muss alles nicht viel sein, es geht nicht um viel Aufwand, liebe Jacky! Ich habe auch selten so viele Gänge, aber trozdem mache ich die Anordnung automatisch. Normalerweise nehmen wir aus der Küche im Esszimmer unsere Mahlzeiten ein! Das Foto zeigt nur das Maximum das möglich ist, nicht alltäglich!
      Liebe Grüße und schönes Wochenende!

  2. Das hast Du sehr schön beschrieben liebe Claudia.

    Ich achte zumindest auf einige Regeln, wenn ich Gäste habe. Zumindest Messer, Löffel und Gabel sollten an der richtigen Stelle platziert sein.

    Im Alltag ist es mir egal. Aber den Gästen möchte ich es so angenehm wie möglich machen.

    Liebe Grüße Sabine

    • claudialasetzki

      Vielen lieben Dank, Sabine! Genau richtig, jeder weiß, dass „das Auge mitisst“ und wenn man sich an ein paar Grundregeln hält, braucht man eigentlich keinen großen Aufwand zu treiben.
      Liebe Grüße und schönes Wochenende!

  3. Tina von Tinaspinkfriday

    Liebe Claudia,
    Du hast immer so hübsche Servietten! Toll Dein gedeckter Tisch. Für Gäste decke ich auch gerne schön ein. Allerdings immer ohne Tischset drunter. Für uns im Alltag decke ich eigentlich gar nicht.
    Ich freue mich über diese Serie Claudia💕
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    • claudialasetzki

      Vielen Dank, liebe Tina, das freut mich!
      Ja, ich bin ein absoluter Serviettenfan! Ich Ich sammle zwar keine Servietten, aber ich habe genug für alle Gelegenheiten! 😉
      Ich muss zugeben, so richtig schön eingedeckt, wird der Tisch bei uns nur zu besonderen Anlässen. Für den Alltag bevorzuge ich die einfache Variante!
      Liebe Grüße und schönes Wochenende!

  4. genauso habe ich es gelernt. Bei uns wurden die Speisen auch in Schüsseln gereicht. Den Kochtopf auf den Tisch kenne ich nur aus anderen Familien. Das Auge ißt mit. Je liebevoller der Tisch gedeckt ist, desto länger dauert das gemeinsame beisammensitzen. Das ist zumindest meine Erfahrung.
    LG
    Alice

  5. claudialasetzki

    Den Kochtopf auf den Tisch kommt nicht in Frage – ein absolutes „noGo“, liebe Alice!
    Den Tisch richtig zu decken ist gar nicht so schwer und wie du sagst – „Je liebevoller der Tisch gedeckt ist, desto länger dauert das gemeinsame beisammensitzen.“ Bin total damit einverstanden, auch als Erfahrung!
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße und ein schönes sonniges Wochenende wünsche ich dir!

  6. Das sieht alles so perfekt und gut aus, daß man dieses Ensemble nicht zerstören möchte, um zu essen. An Feiertagen decke ich unseren Tisch sehr festlich: weiße Decke, schönes Geschirr, Blumen etc. , was eben so dazugehört und gerade paßt. Im Alltag fehlt (meist, nicht immer) die Zeit dafür und manchmal auch die Lust.
    Herzliche Grüße
    Susan

  7. Ich kenne die Anordnung auch. Aber normalerweise packe ich das Besteck auf die Serviette, die ich unter den rechten Tellerrand gesteckt habe. Aus der Flasche wird bei uns am Tisch auch nicht getrunken. Aber die Gläser variirenen, da sich jeder meist was anderes nimmt.
    Sehr hübsch finde ich hier übrigens die Tischdecke. Extra Tischsets zum „Schutz“ können da nicht schaden.
    Entweder befülle ich die Teller, bevor ich das Essen auf den Tisch stelle, oder die Speisen kommen in eine Schüssel. Töpfe, Reinen oder Pfannen finden sich hier bei mir auch nciht.
    BG Sunny

  8. Liebe Claudia, ich freu mich auf die neue Serie! Ich mag Serien in Blogs, wie Du Dir denken kannst :-))) Für mich bist Du die Queen der Tisch-Deko – und falls ich mal bei den echten Royals eingeladen werde, weiß ich dank Dir, wie ich mich bei Tisch zu benehmen habe 😀 Witzigerweise hab ich sowas mal auf der „Hauswirtschaftsschule“ gelernt – genau wie Kochen, Backen und Nähen. Aber ich finde, ein gewisses Grund-Knigge-Wissen ist nicht verkehrt, und wenn man dann noch den Grundsatz „be kind!“ beherzigt, geht man sicher und gut durchs Leben. Dann darf man zu Hause auch mal das Bier aus der Flasche trinken… :-))))
    Liebe Grüße & Küsse
    Maren

  9. Monica Siber

    Die Regeln kenne ich auch! Damals, als ich jung war gab es sogar Kurze für allgemein Etikette. Das beinhaltete auch „Tischdecken“. Täglich passt bei mir immer die Anordnung, da gibt es aber nicht viel, eine Mahlzeit und ab und zu Nachtisch. Meine Deko hängt mit der Jahreszeit ab, aber soviel Auswahl habe ich nicht.
    Auf jedem Fall, hast Du es wie immer super gemacht!

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