Eine exotische Delikatesse

Ob Palmito (Portugiesisch und Spanisch) oder Palmenmark, die Palmherzen (oder Palmenherzen) sind als Gemüse eine wahre exotische Delikatesse in unserer Küche.

Den Indianern, überall auf dieser Welt, wurde schon immer eine wichtige Rolle im Bereich der Lebensmittel zugeschrieben, unter diesen Lebensmitteln sind die Palmenherzen!
Die Geschichte über die Nützlichkeit der Amazonas-Palme hat ihren Ursprung in Peru, hier hat sie den Namen “pijuayo”.
Der Palmito ist in ganz Lateinamerika heimisch. Die Pfirsichpalme/Pupunheira, die in der Amazonas-Becken-Region nativ ist, ist eine von den Palmenarten, aus denen die Palmenherzen entnommen werden. Sie hat viele Triebspitzen und so kann man das „Herz“ entnehmen ohne die Pfanze zu töten.

Auch die Açaí-Palme (ç=ss d.h. gesprochen „Assa-i“, nicht ACAI) ist eine Hauptquelle für Palmenherzen, obwohl bei ihr die Ernte der Açaí-Beeren und der Kauf der Açaí-Früchte, die ihr keinen Schaden zufügen, immer mehr an Bedeutung auf dem Welt-Markt gewinnt.
Vielen Palmen wird leider großer Schaden zugefügt, durch die Entnahme der Palmenherzen, so dass sie sogar eingehen können.
Naturbewußt wird also die Entnahme vorgenommen, wenn die Vegetation der Palme ihren Zenit überschritten hat. Leider, wie auch bei der Waldrodung der Amazonas-Wälder, werden von skrupellosen Geschäftemachern viele Palmen vor Ende der Vegetation gefällt, nur um die Herzen ernten zu können, dabei nimmt man den Verlust der Palme widerwärtig hin.

Die Kokospalme zum Beispiel hat einen „natürlichen“ Schutz davor, da die Früchte (Kokosnüsse) einen höheren wirtschaftlichen Wert besitzen, als der Gewinn aus den Herzen, werden sie nicht für diesen Zweck gefällt.
Um den Weltmarkt ausreichend beliefern zu können, werden in besonderen Gebieten Palmen für die Gewinnung von Palmenherzen gezüchtet; das schützt in gewisser Weise vor Raubbau an der Natur.

Der „Palmito“ ist ein äußerst zartes Gemüse mit mildem, nussigen Geschmack! Wie ihr sehen könnt, die Palmitostangen ähneln Spargel, sind aber etwas dicker und im Verkauf kürzer.

Hier in Deutschland finden wir im Lebensmittelhandel dieses Gemüse überwiegend in Dosen, allerdings schmecken sie aus Dosen auch etwas säuerlich, da sie mit Essig oder Zitrone konserviert werden.
Allerdings macht das der Qualität nichts, sie schmecken trotzdem gut in Salaten, als Fingerfood oder Tapas mit Garnelen oder mit Schinken umwickelt, sowie als Gemüse-Beilage zum Grillgut, usw.

Ich würde sagen, einen wirklichen Eigengeschmack findet man nicht, aber beim Verzehr sind sie schön säuerlich frisch!

Ich habe die Salat Variante als sehr einfaches Rezept heute für euch ausgesucht und hoffe damit euer „Herz“ damit gewinnen zu können!

Palmenherzsalat mit Honig-Senf-Dressing

1 Glas oder Dose (500 g) Palmenherzen, in Ringen schneiden
500 g Grüner Salat
Lachs
Mandeln oder Pinienkerne
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl extra vergine
3 EL Balsamico
Schwarze Oliven
Salz
Pfeffer
Alle Zutaten in eine Salatschüssel geben und gut mischen.
Für die Senf-Honig-Sauce:  2 EL Senf, 2 EL Honig, 2 EL Olivenöl, 2 El Weißweinessig mit 1 El Wasser, Salz und Pfeffer – Alles verrühren, fertig!

Habt ihr schon mal Palmenherzen probiert?
Nur durch probieren kann man seine Vorliebe dafür gewinnen, nicht wahr? Schreibt mir mal wie der „Spargel des Strandes“ euch schmeckt!  🙂

Gruß und Kuss

Hier die Geschichte der Palmitos in bewegten Bildern, Kommentar leider nur in Spanisch, spricht aber für sich selbst.