Anonymität hat hier keine Chance!

Ich bin ja in einer großen Stadt aufgewachsen, mit zuviel Krach, zuviel Verkehr, wo man die Anonymität hat und keine neugierigen Leute hat, die kontrollieren konnten, ob wir Rasen gemäht haben oder nicht.

Jetzt lebe ich in einem kleinen Dorf, auf 1000qm Grund und umringt von superlieben Nachbarn.
Wir haben hier Supermärkte, Bäckerei, Metzgerei, Drogerie, Schuhgeschäft, Klamotten-Boutique, Ärzte und Frisör, ansonsten habe ich ein Auto und bin in 15-20 Minuten in der nächsten Stadt und für die Hauptstadt des Bundeslandes ca 45 Min.

Ich finde das Dorfleben super, aber ich muss zugeben, dass ich ab und zu das Bedürfnis habe in einer großen Stadt spazieren zu gehen um neue Sachen zu sehen, zu erleben, Kultur tanken und ein gutes Shopping-Angebot zu finden.
Aber man kann trotzdem nicht sagen, dass in unserem Dorf nie etwas los ist, durch die vielen Vereine und Traditionsveranstaltungen ist bei uns (fast jede Woche) eine Veranstaltung, wobei das natürlich nicht nur Parties sind sondern auch Kultur und Wissenwertes geboten wird.
Eine dieser Veranstaltung hat bereits Sammstag stattgefunden. Unser traditionelle Herbstmarkt wird immer am ersten Septemberwochende gefeiert, in diesem Jahr am 2. September.

Wer in einem kleinen Dorf wohnt, kennt die traditionellen Stadt-Fest -Dorfgemeinschaftsaktionen, die immer zur gleichen Zeit stattfinden.

In erster Linie präsentieren sich alle Vereine mit einem Stand, so findet man beim sozialen Arbeitskreis des DRK Ortsvereins ein großes Kuchenbuffet und deftige Schmalzbrote im Angebot, einen Flohmarkt für Kinder, die ihre alten Bücher und Spielsachen an die Kinder bringen, die Flüchtlingshilfe Papenteich mit einem Infostand, Stände mit Kunsthandwerk, mit Liegestützen kann man sich beim Sportverein beweisen, der Heimatverein veranstaltet eine Tofkuchenralley,  der Schützenverein zapft frisches Faßbierund ein Imker verkauft leckeren Honig.

 

Mein Sohn macht als „Sportler“ eine gute Figur!

 

Dazu gibt es immer pünktlich um 12:00 Uhr ein kleines Konzert vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, Speisen und Getränke, wie beispielsweise Bratwurst/Krakauer vom Grill und natürlich unsere leckeren Pommes und Caipis von unserem Verein Kindern Helfen e.V„.
Diesmal hat Petrus auch mitgespielt und uns bestes Wetter gegeben, so hatten die vielen Besucherinnen und Besucher viel Spaß.


Das Wichtigste sind ja die zwischenmenschlichen Beziehung zu pflegen und über den Dorffunk zu erfahren wer mit wem was gemacht hat und warum, wie geht es Hermann, mein Gott die Enkel von Frida sind ja schon groß geworden 🙂 Das ist pures Leben ohne Handy, Facebook etc., hier unterhält man sich noch.
Wir von Kinder-Helfen waren ganz zufrieden, neben unserem Verkaufserlös gab es auch großzügige Spenden für unsere soziale Arbeit. Der Erlös dieser Veranstaltung kommt einem Kinderkrebshilfe Verein in Brasilien Zweck zugute.

Die Familie meiner Freundin Dirce aus Brasilien probiert unseren Caipi und war begeistert von dem Dorffest.

Lebt ihr auf dem Dorf oder in der Stadt? Wieso habt Ihr Euch für die derzeitige Lebensweise entschieden?

Gruß und Kuss

9 Kommentare

  1. Das klingt alles super schön, so wie du lebst Claudia! Man merkt auch das bei dir immer etwas los ist. 🙂
    Selbst lebe ich in der Stadt, könnte aber wahrscheinlich auch in einen Dorf gut leben.

    Liebe Grüße <3

  2. 🙂 Liebe Claudia,
    ich finde es toll, wie Du immer wieder aktiv dabei bist, Dich einsetzt und Deinem Herzen folgst!
    Ich bin ein Stadtmensch durch und durch. Auf einem Dorf würde ich eingehen.
    Schönes Wochenende und herzliche Grüße
    Claudia 🙂

  3. Tina von Tinaspinkfriday

    Stadt, aber im Vorort am Waldrand.
    Ich glaube das Fest kenne ich noch, schön euer Caipi-Stand. ßdieses Mal habt ihr viel besseres Wetter :))
    Ich mag solche Feste gern.
    Schönes Wochenende, liebe Grüße Tina

  4. Liebe Claudia,
    ich lebe in einem Vorort von Kiel. Mir gefällt das halb Dörfliche. So bin ich immer schnell in der Stadt. Schön, dass Du überall dabei bist und Dich an den Veranstaltungen einbringst. Das ist eine echte Bereicherung.

    Liebe Grüße Sabine

  5. Ich lebe in der Stadt, aber habe auch schon auf einem Dorf gewohnt. Beides hat seine schönen Seiten. Die ruhe finde ich toll, aber ich mag es auch gerne abends noch einfach mal am pulsierenden Leben teil zu nehmen. Beides geht scheinbar nicht.
    LG Petra

  6. Dorf 🙂 Und im Grunde genommen liebe ich es. Hergezogen sind wir, weil ich direkt an der Elbe wohnen wollte. Das tu ich jetzt und ich liebe es. Die Dorffeste, den Dorffunk und alles, was du so beschreibst, gibt es hier auch. Und man findet eigentlich immer jemanden, der gerade mal aushilft, egal ob man drei Eier braucht oder jemanden, der einen zum Arzt fährt.
    Der einzige Nachteil: Ohne Auto ist man aufgeschmissen. Denn mein Dorf ist so klein, dass es weder Supermarkt noch Bäcker noch Arzt gibt. Deshalb möchte ich langfristig in die Stadt ziehen. Und ich suche jetzt schon mal nach einer Wohnung direkt am Wasser 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

  7. Stadt. Bin aber auf dem Dorf aufgewachsen. Als Kind war es klasse! Ich bin und war schon immer irgendwie ein „Stadtmensch“. Was Du so machst mit Deinem Verein, finde ich großartig! Und dass Du Dich so in die Gemeinschaft einbringst und Dich so wohlfühlst – klasse!
    Bei dem Bild musste ich erstmal schmunzeln – „Kindern helfen – mit Caipirinha!“ Auch eine Idee. Ich arbeite mit „verhaltensauffälligen“ Kindern, manchmal wäre da Caipi tatsächlich eine große Hilfe… 😉 Hihihi.
    Liebe Grüße, Maren

  8. Liebe Claudia,
    das klingt nach einem richtig tollen Fest!
    Ich wohne in einem kleinen (aber eingemeindeten) Ort mit ca. 1400 Einwohnern, so dass fast jeder jeden kennt. Und es wird sehr oft gefeiert in unserem kleinen Dorf. Wenn es meine Zeit erlaubt, helfe ich gerne mit. Am liebsten in der Bar (die nie fehlt). Ich habe also auch so meine Erfahrungen mit Caipi machen 🙂 Super, dass du den Stand für einen guten Zweck gemacht hast.
    Herzliche Grüße
    Birgit
    fortyfiftyhappy.de

  9. Liebe Claudia!

    Mittlerweile lebe ich auch in einem Dorf, allerdings nicht weit von der schönen Hauptstadt entfernt. So kann ich ohne großen Aufwand das beste aus beiden Welten genießen 😉
    Toll, dass Ihr eine eine so erfolgreiche Veranstaltung für die Kinderkrebshilfe hattet.

    Liebe Grüße,
    Nadine

    https://nadinecd.blogspot.co.at

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