Weihnachtsmarkt in Celle

Die Weihnachtszeit ist die Zeit des traditionellen Weihnachtsmarkt in Deutschland und in ganz Europa, auch in Celle! Viele kleine und große, unbekannte und berühmte laden mit ihrer besonderen Atmosphäre ein.

Ich liebe diese Vorweihnachtszeit und die Traditionen, die sie mit sich bringt, wie das Dekorieren des Hauses, das Feiern der Adventssonntage und den Besuch der Weihnachtsmärkte.

Doch immer mehr sehe ich leider, dass diese Rituale verloren gehen.
Ein Stück weit ist die Zeit, in der wir leben, auch in gewissen Maße ein Gegner vieler Rituale!
Weil wir uns ein schlechtes Gewissen hinsichtlich der Umwelt einreden (lassen), schmücken wir das Haus nur noch minimalistisch. Wir hören Weihnachtsmusik ungern, wir backen weniger, weil wir zu Kalorienbewußt denken. Wir beschenken uns weniger oder gar nicht mehr, weil wir gegen den Weihnachtskonsum sind. Den traditionellen Besuch eines Weihnachtsmarktes können wir nicht mehr richtig genießen, weil Glühweintrinken zum Hauptziel geworden ist und der Spaß die vielen kleinen Buden in Ruhe zu besuchen verloren geht.

Man darf aber auch nicht verschweigen, dass die Preise für Essen und Trinken ein Ausmaß erreicht haben, dass sich viele Familien einen Besuch kaum noch leisten können. Schade eigentlich!
Ich denke, es geht leider ein Stück weihnachtliche Tradition verloren, weil wir viele Gewohnheiten aufweichen oder oberflächlicher werden lassen und machen liebgewonnenes nicht mehr, weil es nicht cool ist.

Wo bleibt das Besinnliche dieser Zeit?

Die Hektik der Adventszeit ist auch für einige zerstörend für den Genuß der Vorweihnachtszeit.
Alles in der richtigen Dosierung, ohne Übertreibungen, ohne Streß – das ist der richtige Weg wieder genießen zu lernen.

Die Adventszeit möchte ich wie Tradition jedes Jahr verbringen. Das heißt mit viel, viel Plätzchen backen und die von meinem Mann sind die köstlichsten dieser Welt, immer einen anderen selbst gemachten Adventskranz kreieren, sehr viel Deko zuhause, Weihnachtslieder und Weihnachtsmarktbesuche.

Dieses Jahr haben wir zwei Tradition gleichzeitig erlebt. Die Familie ist zusammen nach Celle gefahren, den Weihnachtsmarkt besucht und im Haus des jüngsten Sohnes mit seiner Verlobten den 1.Advent gefeiert.
Was für ein wundervoller Abend!

Der Celler Weihnachtsmarkt zählt zu den schönsten Weihnachtsmärkten in Norddeutschland und findet in der historischen Altstadt und am Schloss statt.

Eine 14 Meter hohe Weihnachtspyramide schmückt die festliche Atmosphäre mit noch einem geschmückten Baum und ringsum stehen die Händler und Handwerker mit ihren geschmückten Buden, an denen Weihnachtsartikel angeboten wird.

Die Fachwerkhäuser, die historischen Gassen und Höfe, bilden dazu eine wunderschöne Kulisse, welche durch weihnachtliche Illumination in ganz besonderem Glanze erstrahlt.

Bratwurst und Glühwein können natürlich auch nicht fehlen und auch ein Weihnachtsmann überrascht die Kinder mit Süßigkeiten wenn sie ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen.

Stressige Vorweihnachtszeit?

Nein, das kenne ich nicht! Warum eigentlich?  
Warum muss es immer das perfekte Weihnachtsmenü, das perfekte Geschenke, die perfekten, wie in Zeitschriften abgebildeten Plätzchen sein, die perfekten Dekos sein?

Nein, für uns gibt es kein solches Maß, keine Konkurrenz und keine Angst die Perfektion zu verfehlen, nur viel Liebe und Spaß in allem, was wir tun. Ich bin so dankbar, dass bei uns das Motto „gemeinsam statt einsam“ lautet und wir genießen die Zeit in den Kreisen unserer Lieben.

Es muss es ja nicht nur die liebe Familie sein, mit der man diese Vorweihnachten verbringt. Auch die guten Freunde sind dabei, so haben wir uns schon 3-mal in verschiedene Gruppe getroffen und dabei jedesmal mit viel Spaß Wichteln gespielt.

Waren die Geschenke in diesen Feiern wichtig?

Nein, mit Sicherheit nicht! Die Gemeinsame Zeit war wichtig.
Zeit schenken ist ein wertvolles und besonderes Geschenk, das bestimmt gut ankommt und keine weiteren Regale oder Schränke verstopft! 😉

Haben und Pflegen eure Familien so ihre eigenen Rituale auch?

Gruß und Kuss

11 Kommentare

  1. Meine Meinung nach, die Traditionen gehen verloren, weil die Menschen den wahren Sinn vergessen. Weihnachtsgebäck wird schon seit September angeboten, dekoriert wird ab Oktober, da ist man schon gesättigt. Gerade wenn die Stimmung aufkommt, werden die Weihnachtsmärkte Buden geschlossen (bei uns geht’s bald zu Ende). Mein mann und ich pflegen auch eine kleine Tradition. Wir machen jedes Jahr zu Adventszeit ein Ausflug nach Brügge. Dieses Jahr noch nicht geschafft aber… wir haben noch ein paar Tage 😉 Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!

  2. Die Kulisse ist aber auch zu schön in Celle. Da kommt wirklich Stimmung auf.

    Stress zu Weihnachten gibt es bei mir nicht. Ich brauche zwar nicht den ganzen Trubel, aber auch keine Perfektion.

    Liebe Grüße Sabine

  3. Ohh so schön liebe Claudia! Ich muss diese Woche noch unbedingt auf ein paar Weihnachtsmärkte. Letzte Woche war ich komplett an der Ostsee. Liebe die Atmosphäre von schönen Weihnachtsmärkten. Sieht auf jeden Fall nach einem sehr lustigen Abend aus !

  4. Monica Siber

    Celle ist eine wunderschöne Stadt. Zur Weihnachtszeit war ich aber noch nicht da! Vielleicht eine Alternative für die nächsten Tage.

    Die Vorweihnachtszeit, sowie Weihnachten bedeuten mir viel. Ich liebe die Vorbereitungen und die Gemütlichkeit vor dem Kamin und das Funkeln der Kerzen. Am wichtigsten jedoch ist die Familie. Da freuen wir uns drauf!

  5. In Celle war ich ja auch kürzlich, allerdings auf dem Weihnachtsmarkt im Landgestüt. Der war sehr nett und dort gab es wirklich tolle Kunsthandwerker und ihre Produkte. Bis in die City habe ich es leider nicht geschafft – ich musste dann weiter.

    Tja, und der Stress… der ist zwar tatsächlich oft hausgemacht, weil man halt alle Klischees erfüllen will: Kekse backen, Weihnachtsmärkte besuchen, dekorieren, Weihnachtsfeiern und und und. Und das alles mal drei, wenn noch Kinder im Spiel sind. Na, und im Job ist im Jahresendspurt meist auch noch tonnenweise zu tun. Ich bin mit Kindern und Vollzeitjob auf jeden Fall jedes Jahr im Advent an meine Grenzen gestoßen. Ohne jeden Perfektionismus.

    Inzwischen sind die Kinder groß und trotz Umzug und Riesenstress im Job habe ich die entspannteste Vorweihnachtszeit ever. Gibt es halt nur eine Sorte Kekse. Wer mehr möchte, muss welche mitbringen 🙂 Viel Deko gibt es auch nicht und der Adventskranz ist sehr minimalistisch. So what? Aber am Samstag, da sind meine Kids aus dem Urlaub zurück, die Familie rückt an und dann gibt es DIE Tradition des Jahres: Gemeinsam den kleine Lord gucken und mindestens die Hälfte des Films auswendig mitsprechen 🙂 Ich freu mich drauf!

    Liebe Grüße
    Fran

  6. 🙂 Liebe Claudia,

    ich finde, dass Du es genau richtig machst! Mir sind Kalorien in dieser Jahreszeit piep-egal! ich freue mich über selbst gebackene Plätzchen. Manchmal backe ich auch selber welche, wie neulich, mit meiner Tochter. Das gehört irgendwie dazu und gehört zu den schönen Traditionen.

    Weihnachtsmärkte mag ich nicht so gern, weil viele überladen sind mit irgendwelchen Trödel-Ständen und viel zu vielen Fressbuden. Ich mag auch das Gedränge nicht so gern. Aber ab und an mal mit einer Freundin einen Punsch trinken zu gehen, finde ich in dieser Jahreszeit auch sehr schön.

    Liebe Grüße
    Claudia 🙂

  7. Tina von Tinaspinkfriday

    Celle ist toll, ich kenne es im Sommer. Danke für die schönen Fotos vom Weihnachtsmarkt . Ich mag die Traditionen und gehe gern auf Weihnachtsmärkte. Meist schaffen wir wegen der vielen Familienfeiern nur einen Besuch. Familie ist uns wichtig.
    Plätzchen backe ich nicht. Früher habe ich viel gebacken, aber jetzt ist es mir neben Vollzeitjob zu viel. Schade eigentlich. Aber es wäre Stress und den halte ich mir privat gern vom Hals. Muss nicht alles perfekt sein. Kleine Wichtelgeschenke finde ich toll, das muss ja nichts sein was rumsteht.
    Liebe Grüße Tina

  8. Lach.
    Mein Vater ist ja in einer kleinen Gemeinde, Creis Zelle aufgewashsen. Die ganze Schulzeit hat er dort verbracht. Seine Zimmermannslehre hat er in Arnsbeck gemacht. Und danach war er mit der Dea (dt. Tecsaco) auf Montage. Zwischendrin mal in Lüneburg (die Stadt war toll sagt er noch heute schwärmerisch) bei der Bundeswehr. Und danach wieder deutschlandweit auf Monatage. Seit den 60ern in Bayern, wo er 1965 meine Mutter kennenlernte.

    Zum Christkindlmarkt. Ich bin nicht wirklich gern draußen, um draußen zu sein. Ich bin ein Stubenhocker. Außer ich habe was vor. Wie Skifahren. Sonst bringt mich nichts in die Kälte. Ich bin ein Sommermädchen.

    Ich bin also froh, wenn mir die Kälte und der pappige Glühwein auf einem Christkindlmarkt erspart bleiben. Im stehen essen? Auch nicht meins.
    Aber es kommt natürlich immer auf die Leute an, die dabei sind.

    BG Sunny

  9. Das hast Du so schön beschrieben. Ja, leider sind für viele Traditionen nicht mehr so wichtig. Aber ich zweifel an, ob diese Menschen auch wirklich zufriedenen sind. Ich höre immer wieder, dass einigen noch gaaar nicht nach Weihnachten zumute ist. Das finde ich oft furchtbar, denn meist ist der Stress hausgemacht. Es liegt an einem selbst, ob man den Besuch über den Weihnachtsmarkt genießt und sich an den kleinen Ständen erfreut und die Atmosphäre genießt. Ihr seht alle richtig glücklich aus. Ich finde es schön, dass Du bzw. Ihr auch den Weihnachtsmarkt genießt und Dir Traditionen wichtig sind ♥.
    LG
    Ari

  10. Liebe Claudia! Ich stimme Dir völlig zu, dass die Tradition der (Vor-)Weihnachtszeit sehr schön und wertvoll ist, aber ich glaube nicht, dass das wachsende Bewusstsein, dem Überfluss und Konsum entgegen zu steuern, der Tradition schadet. Eigentlich ist die Adventszeit (zumindest in der mittel- und nordeuropäischen Kultur) ja eine Zeit der Besinnung, der Einkehr, des zur-Ruhe-kommens. Auch das Zusammensein mit Familie/Freunde usw. Ich glaub nicht, dass ein „Weniger“ der Tradition schadet, das würde ich sogar begrüßen. Wie Du schon sagst: wenn Weihnachtsmärkte jetzt auch noch zu Großkampf- und Saufveranstaltungen werden, wo es nur darum geht, möglichst viel Glühwein reinzuschütten, und alles nur in Konsum und Stress und überfüllte Fußgängerzonen, gestresste Menschen und Geschubse und Gedränge ausartet, untermalt von nervigen „Xmas-Gedudel“ wie derzeit in München, dann bin ich raus! Da wünsch ich mir sprichwörtlich eine Berghütte, Schnee, einen Kamin und – Stille. Ein wenig „echte“ unkitschige Weihnachtsmusik… einen echten, selbstgemachten Glühwein. Das wär für mich die Idealvorstellung von Weihnachten… 🙂
    Die Fotos sind wunderbar, der Celler Weihnachtsmarkt sieht toll aus, und die Fotos mit deiner Familie sind toll und fröhlich! Happy Christmas! <3
    Liebe Grüße, Maren

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