Feijoada, Freunde und Freude!

Feijoada, Freunde und Freude! Eine 3F-Kombination, die die köstlichsten und unvergesslichsten Samstag- und Sonntagnachmittage ermöglicht.
Fragt man einen Brasilianer nach typisch brasilianischem Essen, das von Nord bis Süd im Land angeboten wird, die Antwort wird Feijoada sein.

Die Feijoada (der Name kommt von „feijão“ aus dem Portugiesischen und bedeutet Bohne) ist zu einem Symbol in der brasilianischen Küche geworden.

Feijoada wird allgemein als eine kulinarische Kreation afrikanischer Sklaven bezeichnet, die nach Brasilien kamen. Die Legende besagt, dass Feijoada eine 100% brasilianische Erfindung ist. Es wäre in den Sklavenunterkünften von den Sklaven gemacht worden, die die Idee hatten, schwarze Bohnen mit dem Fleisch zu kochen, das von den Herrenhäusern verachtet wurde.

Eine andere Version der Geschichte sagt, dass die Portugiesen dafür verantwortlich waren, die Technik und die Kombination von schwarzen Bohnen mit Fleisch nach Brasilien zu bringen, und heute weist Feijoada in jeder Region des Landes spezifische Variante auf.

Die Wahrheit ist jedoch, dass niemand weiß, wer Feijoada erfunden hat. Aber jeder weiß, dass es lecker ist!

Als ich nach Deutschland kam, habe ich quasi aufgehört Feijoada zu essen. Erstens, weil ich damals keine schwarzen Bohnen zum Kaufen finden konnte, und zweitens, weil die Feijoada kein tägliches Gericht ist, das man normalerweise allein isst.

So freue ich mich immer sehr, wenn mich eine Freundin einlädt, wie am letzten Sonntag bei unserem monatlichen Treffen, um dieses leckere Mittagessen zu genießen.

Eine Feijoada zuzubereiten bedeutet nicht, nur eine weitere Mahlzeit zuzubereiten. Es ist die Zeit mit den Menschen, die uns wichtig, sind um Spaß zu haben. In Brasilien wird Feijoada normalerweise samstags oder sonntags zubereitet, wenn Familien und/oder Freunde zusammenkommen.

Neben Fleisch (was die Fleischeinlagen betrifft der Phantasie freien Lauf lassen, wichtig ist nur die Qualität, für die vegetarische Version mit Räuchertofu und Süßkartoffeln) und schwarzen Bohnen dürfen die folgenden Beilagen nicht fehlen: weißer Reis, Farofa (geröstetes Maniokmehl), Vinaigrette, Grünkohl und Orange. Aber wie ist die Orange dahin gekommen? Weil Orange reich an Ballaststoffen ist und hilft die Absorption von Fett aus Fleisch zu reduzieren und die Verdauung zu erleichtern.

Also überlasse ich euch das Rezept, um euch zu inspirieren, eine köstliche Feijoada zuzubereiten.

Rezept

  • 1kg schwarze Bohnen – für ca. 10–12 Portionen
  • 350g Schinken, gewürfelt
  • 2-3 kleine Chorizo / Cabanossi oder Krakauer Wurst
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3EL frische Petersilie u. Koriander
  • 500 g Kasseler
  • 500 g Gulasch, vom Rind
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 große Zwiebel
  • 3 Würfel Fleischbrühe
  • 250g Reis
  • Salz & Pfeffer

1 Die schwarzen Bohnen über Nacht in viel Wasser einweichen. Die Bohnen mit Brühwürfeln und den Lorbeerblättern zum Kochen bringen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Petersielie und Koriander würzen. Wenn das Wasser kocht, das Fleisch und die Würstchen hinzugeben.
2 In einer Pfanne eine Zwiebel und den Knoblauch heiß anbraten und dann zur Feijoada dazugeben. Alles zusammen ca. 1,5 bis 2 Stunden kochen. Je nach Bedarf das Fleisch schon vorher aus dem Topf nehmen, damit es nicht austrocknet.
3 Zur Zubereitung der Farofa eine Zwiebel kurz in einer Pfanne anbraten, dann das Maniokmehl hinzugeben und anbraten, bis es knusprig wird, aber noch nicht verklebt.
Die Feijoada mit Reis, Farofa, Vinaigrette, Grünkohl und Orangenscheiben reichen. Zu trinken gibt es natürlich Caipirinha und/oder kaltes Bier.

Das Zubereiten eines Bohneneintopfs ist nicht so schwierig, wie es sich anhört, erfordert jedoch, wie alle Eintopft, ein bisschen Geduld! Aber es ist ein Gericht, das es wert ist, zubereitet zu werden. Schließlich ist es nicht nur köstlich, sondern auch ein Synonym für Einheit und Freude.

Also greift schnell zu Zettel und Stift, notiert die benötigten Zutaten und bring die Familie und Freunde zu diesem köstlichen Beisammensein zusammen!

Gruß und Kuss

15 Kommentare

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