Schlagwort: Brasilien

Bloggerheimat – ü30Blogger & Friends

Als die ü30 Blogger diese Bloggerheimat-Aktion ins Leben riefen, war mir klar, ich musste teilnehmen.
Heimat ist immer ein ganz besonderes und empfindliches Thema für mich, denn Heimat hat für mich nicht nur die Bedeutung „da wo ich geboren wurde“, sondern meine Heimat ist auch der Ort, der überwiegend meinen Lebensmittelpunkt darstellt und ich mich dort geborgen fühle.

Vor kurzem habe ich in einer Aktion von Sunny ausführlich beschrieben, was genau ich über meine Heimat so denke.
Heute möchte ich das natürlich nicht wiederholen, sondern möchte euch das Land, in dem ich geboren wurde, vorstellen.

Es ist hier in der Blogger-Community kein Geheimnis mehr, dass ich in Brasilien geboren wurde; genau in Rio de Janeiro, damals die Hauptstadt von Brasilien.

Im sechzehnten Jahrhundert, war die Stadt Salvador, in dem Bundesland Bahia, die erste Hauptstadt der portugiesischen Kolonie.

Salvador-Bahia

Später, nach einer neuen wirtschaftlichen Realität der Kolonie, wurde die Hauptstadt schließlich an die Stadt Rio de Janeiro übertragen.

Die aktuelle Hauptstadt ist allerdings Brasília, sie wurde in den 1960er Jahren, durch den Wunsch nach einer neutralen föderalen Hauptstadt, geplant.
Die Architekten Oscar Niemeyer und Lucio Costa, haben die Stadt in Form eines Flugzeugs (Symbol des Fortschritts) gebaut und gegründet.

Brasilia, die Hauptstadt

In Rio habe ich nicht so lange gelebt, mein Vater bekam früh ein großes Job-Angebot im Nordosten von Brasilien und zog mit seiner Familie in seine Heimatstadt Fortaleza zurück!

Fortaleza

In Fortaleza wuchs ich also auf, studierte dort und als ausgebildete Rechtsanwältin bin ich nach São Paulo (Südbrasilien) gezogen. Später lernte ich dort meinen „Ex“-Mann kennen und zog mit ihm nach Deutschland.

São Paulo

Brasilianerin zu sein und Brasilien zu lieben, ist nicht nur die Sonne und die schönen Strände zu sehen, nein man sieht auch welche Probleme das Land hat und kann nicht ignorieren was in den letzten Jahren dort alles passiert ist. Das Land braucht dringend eine Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Lage.

Aber Politik beiseite, über Brasilien hört man vieles, viel stimmt, viel nicht!
Sicher gibt es Dinge, die ihr wahrscheinlich nicht wisst, Dinge die man nur erfährt, wenn man mindestens für eine Zeit im Land lebt.
Ich erzähle euch jetzt ein paar interessante und kuriose Fakten die normalerweise nur die Brasilianer wissen….
Oder hättet ihr gewusst, dass …

1. … Zuckerhut heißt eigentlich auf Portugiesisch >Pão de Açucar< und das bedeutet Zuckerbrot?  Die Christusstatue ist eines der sieben neuen Weltwunder und steht auf dem Berg Corcovado?

Zuckerhut und die Christusstatue auf dem Berg Corcovado

2. … Brasilianerinnen zwar die wohl winzigsten Bikinis der Welt tragen, aber niemals ohne ihn am Strand liegen würden?  Und, dass String-Bikini sind im Volksmund „Fio-Dental“ – eigentlich Zahnseide – genannt?

3. … der Gast in vielen Restaurants, genannt „Rodízio-Churrascaria“ (Steakhaus), eine Plastikkarte auf dem Tisch findet, die eine rote und eine grüne Seite hat?
Die Kellner gehen von Tisch zu Tisch und schneiden das Fleisch direkt vom Spieß auf den Teller!  Wer satt ist, legt die Karte mit der roten Oberfläche nach oben, Grün dagegen heißt: Bin noch nicht satt! So wissen die Kellner mit ihren Fleischspießen immer Bescheid und müssen den Gast nicht durch ständiges Fragen „belästigen“.

4. … man in den meisten brasilianischen Pizzerien eine Pizza mit Eis, Nutella, usw. (süße Pizzen) bestellen kann? Und man Pizza mit Mayo und Ketchup isst?

5. …die Wasserfälle in Foz do Iguaçu im Zweiländereck von Brasilien und Argentinien sind die größten der Welt und nicht die Niagara-Fälle?

Cataratas do Iguaçu in Foz do Iguaçu

6. … ca. 2.5 Millionen Brasilianer sind japanischer Abstammung? Der japanische  Stadtteil – Bairro da Liberdade in São Paulo ist die grösste Japanische Community ausserhalb von Japan.

7. …die „Cariocas“ werden die Einwohner Rios genannt?  Das Wort stammt aus der indigenen Bevölkerung Tupi-Guarani-Sprache. „Carioca“ – „Kari’Oka“ – Haus des weißen Mannes – und zwar der Name, den sie den portugiesischen Siedlern gaben, die das Land aufgebaut haben.

8……Familie ist sehr wichtig in Brasilien, Familien pflegen, anders als in Deutschland, eine enge Beziehungen zu Verwandten des zweiten und dritten Grades, also beispielsweise Onkel, Tante, Cousins, Nichten, Neffen usw?  Dadurch gibt es in Brasilien vielen „Großfamilien“.

Das hier ist nur ein ganz kleiner Teil von meiner Familie!

9…..es gibt (leider) viel mehr Brasilianer übergewichtig als wir uns das vorgestellen, wenn wir immer die perfekten Körper auf den Werbebildern sehen?

10….die Menschen sind nicht nur freundlich und hilfsbereit, sie sind SEHR, SEHR freundlich und hilfsbereit?

11….alle Süßigkeiten in Braslien sind 2 mal süßer als die, die wir hier haben?
Die Gründe dafür sind, dass die Brasilianer viele Rezept mit gesüßter Kondensmilch verarbeiten.

Köstliches Maracuja-Mousse mit Kondensmilch

12….Guaraná, ein lokaler Softdrink, ist beliebter als Coca-Cola?

13….in Brasilien kommt niemand zu der Zeit, zu der man verabredet ist?
In Deutschland beginnt eine Party um 19:00 Uhr, in Brasilien fahren die Gäste um 19:00 Uhr von zuhause los.

14….nicht alle Brasilianer haben dunkle Haare und gebräunte oder dunkle Haut? Brasilien hat immer europäische Kolonien gehabt und durch die Mischung sind auch blonde mit blauen/grünen Augen im ganzen Land zu finden.

15….aufgrund der hohen Preise, Brasilianer machen die meisten Einkäufe mit einer Kreditkarte, auch kleinste Beträge, und zahlen 2-3-10-12 mal in Raten? Sogar in der Drogerie und Apotheke.

Also, ein paar „Brasilien-Geheimnisse“ habe ich euch gerade verraten, ein paar andere lasse ich für die Zukunft! Vielleicht hat der eine oder andere Lust Brasilien zu besuchen, dann dürften diese Tipps kein Hindernis für euren Aufenthalt dort sein.

Danke an alle andere ü30Blogger Teilnehmer dieser tollen Aktion, für die informativen Beiträge, Inspirationen und den vielen einladenden Bilder aus euer Heimatstadt!

Gruß und Kuss

 


Home sweet home/Lar doce Lar

Home sweet home. Trautes Heim, Glück allein. Lar doce Lar.

Wo ist meine Heimat eigentlich?

Für mich als Brasilianerin, seit 1992 hier in Deutschland, ist das nicht gerade eine leichte Frage!
Jeden, der vielleicht darauf wartet, dass ich mein Geburtsland Brasilien antworte, den ich muss enttäuschen!

Meine Heimat ist dort, wo ich gerade bin und das ist hier in Deutschland, in einem kleinen Dorf im Bundesland Niedersachsen.

Heimat ist für mich nicht nur das Land, sondern es sind auch bestimmte Menschen, das bedeutet hauptsächlich mein Mann und meine Kinder, dazu kommen auch bestimmte Gefühle und das heißt Liebe,Freiheit und menschliche Wärme.

Heimat ist das Umfeld in dem ich mich geborgen, glücklich, frei und mich am wohlsten fühle, wo ich zu Hause bin und immer zurückkehren kann und möchte.
Meine Heimat ist, wo mein Herz ist, meine Freunde sind, wo ich überall in Sicherheit gehen, sprechen, lachen, weinen und leben kann.

Ich muss nicht nur eine Heimat oder nur ein Zuhause haben. Ich war bzw. bin glücklich an mehreren Orten, wo ich bis heute meine Heimat, mein Zuhause gefunden habe und mit Sicherheit immer haben werde.

1. In Brasilien hatte ich immer bei meinen Eltern, so lange die lebten, ein Zuhause und aktuell bei meiner lieben Cousine Dina mit ihrem Mann und Kindern, bei denen ich wohne, wenn ich in meinem Geburtsland Urlaub mache.

2. In Amerika habe ich auch ein wundervolles Zuhause, bei einen meiner besten Schwester-Bruder Freunden, Regina und Joachim.

3. In Nord-Deutschland, irgendwie zwischen die Auto-Stadt Wolfsburg und der „Löwenstadt“ Braunschweig, bin ich komplett glücklich in meinen heimischen vier Wänden!

Ich liebe meinen Garten und meinen Kamin!

Die Hängematte erinnert mich meine andere Heimat!

Möchtet ihr noch mehr über Heimat, Zuhause, Leben, Wohnen & Co lesen? Dann bitte ganz schnell zu Sunny von „Sunny’s side of life“ schauen, die wunderbar in einem Traumland lebt, wo ich auch nichts dagegen hätte, wenn ich dort die Möglichkeit zum Wohnen hätte!

Gruß und Kuss

Keep cool and go Blue…mit Fledermausärmel!

Keep cool and go Blue!
Ja Leute, keep cool mit dem Wetter!
August, August, die Sonne ist für ihn Wurst!

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Hose NYDJ, Bluse aus Brasilien, Tasche Prada, Budapester Schuhe JustFab

Wie Sunny von Sunny’s side of life in ihre Blog schreibt: „Wenn ich ihn erwische, den Sommer, dann muss ich mal wirklich ein paar ernste Takte mit ihm sprechen. So kann das doch nicht weitergehen.“
Egal, wir beiden lassen aber die „Blues“ mit der wunderschönen Blaufarbe weg!

IMG_8131Die schönste Sommerfarbe ist etwas besonders! Es reicht nur ein Blick in den Himmel oder aufs Meer und sofort gib mir die Farbe die Ruhe und die Entspannung die ich mir wünsche.
Aber trifft das auf jedes Blau zu? Für mich nicht – Blau ist nicht gleich Blau!
Jeder Ton wirkt bei mir anders, egal ob die Farbe in den Klamotten oder sich in Räumlichkeit befindet.

Auch ganz interessant ist auch womit eine Blaufarbe kombiniert wird.
Es hängt zwar vom persönlichen Geschmack ab, aber es ist nicht immer einfach. Ich bin froh, dass Blau sich hervorragend mit anderen Farben kombinieren lässt, so dass ich mehr Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung habe.

IMG_8129Eine von den habe ich bei einem Besuch meiner „Fotografin“ und Freundin Vicky getragen und zwar ein monochrom dunkelblaues Outfit.
Die Bluse mit diesem anderen Ärmelschnitt – eine Art Fledermausärmel – habe ich eigentlich in Brasilien gekauft als sie hier in Geschäften noch nicht so oft zu sehen war.
Da in Nordbrasiliens das ganze Jahr „Sommer“ ist, fangen die Leute mit der Sommermode früher an als hier.
Da die Bluse im Unterarm offen ist, sollte sie im Sommer getragen werden.

IMG_8132Also, Mittlerweile sieht es ganz so aus, als ob der Sommer Sunny gehört hat und endlich wieder angekommen ist und ich hoffe er bleibt noch ein bisschen! 😉 

Gruß und Kuss

IMG_8127Keep cool and go blue – Sim, aqui na Alemanha temos que manter a cabeça fria para aceitar o verão que não resolve chegar de verdade!
O mês de agosto – pleno verão – nem está se incomodando com as nossas queixas e está se comportando bem „friamente“ !!! 😉
A Sunny do blog Sunny’s side of life escreveu no seu blog: „Se eu pegar o verão, vou ter que ter uma conversa séria com ele, porque dessa maneira que ele está se apresentando, não pode continuar…“
Mas, tudo bem, nós duas deixamos os „blues“ de fora usando a linda cor azul!

Uma das cores mais lindas de verão é, realmente, bem especial! Basta eu dar uma olhada no céu ou no mar e, imediatamente,  essa cor me transmite serenidade e a tranquilidade que eu desejo.
Mas isso se aplica a todos os tons de azul? Não  – azul, para mim, não é apenas azul!
Cada tonalidade me afeta de maneira diferente, seja lá em relação as minhas roupas como também em relação ao meu espaço ambiental, decoração, etc.

Também é muito interessante saber que cores podemos combinar com a cor azul.
Claro que depende do gosto de cada um, mas nem sempre é fácil como se pensa. De qualquer maneira, fico contente que o azul pode ser facilmente combinado com outras cores, para que eu tenha mais combinações disponíveis na hora da escolha do que vou vestir.

Visitando a minha „fotógrafa“ e amiga Vicky, eu estava vestindo uma dessas combinações, esse look monocromático azul escuro acima, com uma blusa com esse tipo diferente de manga – um tipo de manga morcego.  Na verdade, eu comprei esta blusa no Brasil, quando ela nem pensava em virar moda aqui na Alemanha.
Como no nordeste do Brasil temos „verão“ o ano inteiro, a moda chega bem mais cedo lá do que aqui.
Olha só que bom – enquanto eu preparava esse texto, parece que o tempo ensolarado ouviu as queixas da minha amiga e finalmente deu o ar da sua graça – só espero que ele fique mais um pouquinho com a gente! 😉

Bjo e Tchau

Hängematte nicht nur zum Entspannen!

IMG_2055Sind die Hängematten nur zum Entspannen?
Was fällt Dir spontal ein, wenn man über Hängematte spricht?
Die meisten sagen: Entspannung, Gemütlichkeit, Urlaub, Terrasse, Garten und das ist alles richtig!
Einfach mal abhängen – im wahrsten Sinne des Wortes!
Aber die Hängematten können auch Geborgenheit und auch Therapiemittel bei Krankheit und Stress sein!
Kennt jeder eigentlich die Geschichte der Hängematte?
Die Hängematte hat eine indianische Herkunft, die ursprünglich „hamaka“ genannt wurde und aus Reben und Lianen gemacht worden.
Für die Indianer waren die Hängematten nicht nur ein gemütlicher Ort der Entspannung, sie hatten viel mehr Nutzungsmöglichkeiten.
In die „Hamaka“ haben die Sklaven während der Kolonialzeit auch ihren Toten vergraben (schaurig/gruselig), oder wenn ihre „Herrschaften“ spazieren oder verreisen wollten, wurden sie darin „transportiert .
Mit der Ankunft der Portugiesen in Brasilien wurde durch die portugiesischen Frauen die einheimischen Technik verbessert, sie verzierten die Hängematten mit Fransen und anderen Mustern, dazu fanden sie auf ihren Terrassen oder im Schlafzimmern einen festen Platz.
Heute kennen wir auch den Namen „Redes“ – auf Portugiesisch – und diese werden in verschiedenen Formen und Materialien hergestellt, von dem traditionellen Garn, am Webstuhl mit „leichtem“ Geweb, handygemacht oder industrielle, aus Baumwoll-Stoffen oder synthetischem Materialien wie Nylon und weiteren Materialien.

IMG_1163IMG_1165Im Nordosten von Brasilien wird die Hängematte immer noch verwendet um im weitesten Sinne das Bett zu ersetzen, also der Nachtschlaf, nicht nur der Mittagsschlaf und natürlich finden wir sie traditionell in Strandhäuser (Wochenendhäuser), hier dienen sie in erster Linie zur Ruhe und Entspannung.

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IMG_9105IMG_9114 IMG_9115 IMG_9116 IMG_9117 IMG_9118Tipp:

Viele „Hängematten-Ungeübte“ legen sich der Länge nach in die Hängematte. Bei der brasilianischen Liegetechnik legst du dich nicht der Länge nach in die Hängematte, sondern diagonal – wie die folgende Abbildung gezeigt.

Gruß und Kuss

IMG_9108 IMG_9110As redes só servem para relaxar?
Qual a primeira coisa que vem à cabeça
quando se fala de uma rede?

Acho que todos pensarão – aconchego, relaxamento, férias, terraço, jardim  – e todos esses pensamentos estão certos!
Mas a rede passou de um mero instrumento de descanso, a também significar segurança de ter um lugar para dormir, decoração de ambientes e até ser usada como um meio terapêutico em algumas doenças e stress!
Mas todos sabem realmente a história da rede?
A rede tem uma origem indígena, originalmente chamada de „hamaka“ e feita com cipó e uma planta chamada liana.
Depois, no período colonial, a „hamaka“ era também usada pelos escravos para enterrarem seus mortos ou para o transporte e até para viagens dos seus „senhores“.
Com a chegada das famílias portuguêsas no Brasil, a tecnologia indígena foi melhorada pelas mulheres portuguêsas, que começaram a decorar as redes com franjas e outras estampas e passaram a usá-las também para descanso no terraço e no quarto de dormir.
Hoje em dia, as redes são produzidas em diferentes formas e materiais, desde do fio tradicional ou industrial,  até as feitas de tecidos de algodão ou sintéticos, tais como o nylon e outros materiais.
No nordeste do Brasil, a rede ainda hoje é usada para substituir a cama, e claro, também as encontramos nas casas de praia, de veraneio e nos terraços para descanso e relaxamento.

Bjo e tchau

Das Junifest – Festa Junina in Brasilien

IMG_8492Das Junifest „Festa Junina“, auch als Johannisfest „Festa de São João“ bekannt, hat in ganz Brasilien Tradition, aber im Nordosten ist es populärer.
Es handelt sich hierbei um ländliche Volksfeste, die an drei verschiedenen Tagen im Juni stattfinden, zu Ehren des Santo (Heiliger) Antonio (St.Anton), am 13 Juni; São João (Johannistag) am 24.Juni und São Pedro (St.Peter) am 29.Juni, hierbei soll vor allem das Ende der Regenzeit gefeiert werden.

Ursprünglich findet man diese Tradition in Portugal. Nach Brasilien sind die Feste in der Kolonialzeit (zwischen 1500 und 1822) von den Portugiesen als „Joanina“ nach Brasilien gebracht wurde.
Heutzutage ist das „Festa Junina“Juninafest, wie es inzwischen genannt wird, das zweitwichtigste und populärste Volksfest des Landes und es hat einen bäuerlichen Charakter.

IMG_8495Wegen des bäuerlichen Charakter’s des Festes bekleiden sich die Männer mit karierten Hemden, Latzhosen oder Hosenträgern, oder Jeans und Strohhut und die Frauen kommen in bunten Rüschenkleidern und mit aufgemalten Sommersprossen im Gesicht, teils tragen sie Zöpfe.

Da die Maiserntezeit ist, basiert das Essensangebot zumeist auf Maisspeisen – z.B. Maiskuchen, gekochte Maiskolben und leckeren Maispudding, aber auch Gerichte mit Manioka und Kokosnuß sind auf den Feiern zu finden.

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Kindergeburtstag a la „Festa  Junina“.

Der São João (Johannistag) am 24. Juni ist der Wichtigste der drei Tage und es wird nach Country Musik getanzt, die sogenannten „Forró“, „Baião“ und „Xote“, die traditionelle Musik aus dem Nordosten Brasiliens. Forró ist ein sinnlicher Paartanz zur Musik von Trommel, Triangel und Akkordeon.

13413640_968016709982086_6690852345177235553_nHighlight des Festes ist bei den „Festas Juninas“ allerdings der „Quadrilha“ Volkstanz. Quadrilha kann man ein bisschen mit dem amerikanischen Squaredance vergleichen, er basiert in seinem Ursprung auf der französischen Quadrille. Die Quadrilha wird heute eigentlich nur noch auf dem Festa Junina getanzt.

Der Quadrilha Tanz, wird von mehreren Paaren, gleich an der Zahl, jeweils einander gegenüber getanzt. Auf Kommando, nach dem Befehl eines Vortänzers, werden zahlreiche verschiedene Schritte/Figuren (unten im Video zu sehen) geführt mit den Worten französischen Kultur z.B.:
Anavã (en avant )/Alavantú (en avant tous)- alle Paare gehen vorwärts
Anarriê (en arrière) – alle Paare gehen zurück
Changê (changer/changez) – Paaren werden ausgetauschen
Otrefoá (autre fois) – wiederholt den vorherigen Schritt

Alter spielt bei „Festa Junina“ keine Rolle! 😉

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IMG_8494Das brasilianische Johannisfest zur Jahresmitte ist in Brasilien inzwischen ähnlich populär wie der Karneval. Der Charme der „Festa Junina“ ist einzigartig und jeder Brasilien Tourist sollte dieses einmal miterleben.
Ach ja, in Deutschland leutet der Johannistag das Ende der leckeren Spargelzeit ein, bis auf die paar Felder die „tot gestochen“ werden. Allerdings wird da nicht gefeiert sondern ist eher traurig sich von dem Spargel für ein Jahr zu verabschieden. 🙁

Danke für die schönen Fotos liebe Familie! 🙂

Gruß und Kuss

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A „Festa Junina“, também conhecida como „Festa de São João“, é tradição em todo o Brasil, mas no nordeste ela é mais popular.
Trata-se de uma festa popular, que acontece em Junho no fim da estacão chuvosa e em três dias diferentes, em homenagem a Santo Antonio no dia 13 de Junho; São João no dia 24 de junho e São Pedro no dia 29 de Junho.
Originalmente esta tradição veio de Portugal. No Brasil, chegou no período colonial (1500-1822) e foi trazida pelo Português com o nome de „Joanina“ para o Brasil. Hoje em dia a „Festa Junina“, como é chamada agora, tem um caráter rural e é a segunda mais importante e popular do país.
Devido ao caráter caipira da festa, não podiam faltar os homens vestidos com camisa xadrez, colete, macacão ou calça remendada com suspensório e chapéu de palha, e as mulheres com vestido de chita colorido com babados, sardas pintadas no rosto e, às vezes, usando tranças.
Como coincide com o tempo da colheita de milho, as comidas típicas são preparadas, principalmente, com o milho – por exemplo, cuscuz,bolos de milho, curau, pamonha, canjica, milho cozido e o delicioso pudim de milho, mas também têm outros pratos preparados com mandioca e coco.
O São João no dia 24 de junho, é o mais importante dos três dias, com danças ao som do forró, baião e xote, músicas tradicionais do nordeste do Brasil, e do batuque do tambor, triângulo e sanfona.

O Highlight das „Festas Juninas“ fica por conta da dança folclórica „Quadrilha“.
A Quadrilha, que só se dança na Festa Junina, pode ser levemente comparada com a Square Dance americana, mas sua origem vem da quadrilha francesa.
Na quadrilha os casais formam duas fileiras, uma de damas e outra de cavalheiros, uma de frente para outra. O marcador dá a voz de comando anunciando os passos da coreografia, com palavras provenientes  do francês, como por exemplo:
Anavã (en avant ) ou Alavantú (en avant tous) – para frente.
Anarriê (en arrière) – para trás
Changê de damas ou Changê de Cavalheiros (change) – troca de par
Otrefoá (fois autre) – repetir o passo anterior

A Festa de São João é tão popular no Brasil como o carnaval. O encanto da „Festa Junina“ é único, e cada turista que tenha a oportunidade de ir ao Brasil nessa época do ano, deveria participar dessa festa.
Na Alemanha, no lugar de São João, essa época coincide com o final do cultivo dos deliciosos aspargos e, por isso, não é comemorada, ao contrário, se fica muito triste por dizer adeus ao aspargos por mais um ano. 🙁

Obrigada por essas lindas fotos, querida família! 🙂

Bjo e Tchau